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Kachel des ehemaligen Behördenhochhauses

Zum Fototermin im Botanischen Garten bringt Herr Rätzel ein Stück bereits im Einsatz gewesener Gießener Baukeramik mit: Ein sogenanntes „Riemchen“ oder eine Kachel der Außenfassade des ehemaligen Behördenhochhauses . Das vom Volksmund als „Behördenbunker“  verspottete Gebäude wurde 1959 am Berliner Platz eingeweiht und bereits 1998 wegen seines maroden baulichen Zustandes abgerissen. Auch wenn das zwölfstöckige Hochhaus somit nur vergleichsweise kurze Zeit stadtbild-prägend war, kann es als zeittypisches Symbol des Wiederaufbaus nach den gravierenden Kriegszerstörungen gesehen werden. Für den Vorschlagenden ist die Kachel, die natürlich aus Gail´scher Produktion stammt, „Stadtgeschichte pur“. Zudem ist sie Zeugnis einer Aktion, die er nach dem Gebäudeabriss mit dem ehemaligen Oberbürgermeister Manfred Mutz durchführte. Das damalige Stadtoberhaupt signierte seinerzeit einige der von Reinhard Rätzel unter notarieller Aufsicht sichergestellten Kacheln. Bei einer Benefiz-Auktion konnte „ein Stück Gießen“ dann zusammen mit einem Echtheitszertifikat ersteigert werden. Die verbliebene Nummer 48 (von 100) wird nun als museumswürdiger Gegenstand von Herrn Rätzel vorgeschlagen.

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