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Relief des ehemaligen „Café Huber“

Anne Huber

Ein ziemlich großes Objekt hat Anne Huber mit zum Fototermin gebracht: Die reliefartige Darstellung eines historischen Hauses aus der Gießener Innenstadt. In diesem hat sich bis zu seiner Zerstörung im Dezember 1944 das im Seltersweg gelegene „Café Huber“ befunden. Dieses wurde bereits Anfang des Jahrhunderts von Konditormeister Leopold Huber, der von Österreich nach Gießen umsiedelte, aus einem bereits bestehenden Betrieb übernommen. Leopold Huber war der Großvater der Objektpatin. Das im Krieg zerstörte Haus wurde an derselben Stelle wieder aufgebaut und auch das Café erneut eröffnet. Heute befindet sich dort die Hausnummer 10 des Selterswegs. Die Konditorei Huber bestand an diesem Ort bis Mai 1966 und wurde im Volksmund liebevoll „Café-Bück-dich“ genannt. Aufgrund der Niveauanhebung des Seltersweges war der Türsturz so niedrig, dass sich große Menschen beim Eintreten bücken mussten. Das von Frau Huber mitgebrachte Objekt hing an einer Wand des wiedereröffneten Cafés. Es wurde seinerzeit zusammen mit einem weiteren Relief von Hans Kowalik, einem Gießener Künstler, eigens für die Konditorei Huber angefertigt. „Das Haus der guten Torten“ ist bei älteren Gießener*innen vor allem wegen seiner legendären Kirschtorte in geschmacklicher Erinnerung geblieben.

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