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Egon-Eiermann-Kachel (Hortenkachel)

Ronnie Martin

Ronnie Martin, Experte für Innenausbau und Einrichtungen, trägt ein sperriges Objekt zum Fototermin: Ein 50 x 50 cm großes Fassadenelement des ehemaligen Kaufhauses Horten im Gießener Katharinenviertel. Im Jahr 2012 schloss die Horten-Filiale, die 1976 dort eröffnete wurde und somit ging ein Kapitel Gießener Kaufhausgeschichte zu Ende. Bis dahin trug die Gebäudefassade aus den wabenförmigen „Hortenkacheln“ dazu bei, dass das Kaufhaus mit seinem speziellen Gesicht als markantes Gebäude in der Gießener Stadtlandschaft wahrzunehmen war – von den einen geliebt, von den anderen verachtet. Die sogenannte Eiermann-Kachel, von Egon Eiermann 1960 für das Kaufhaus entworfen, stellt ein stilisiertes  „H“ dar. Anfangs wurde das Fassadenelement in Keramik hergestellt, später in Aluminium. Ronnie Martin hat einige der in Designerkreisen begehrten Kacheln aus einem Container geborgen, in dem 2400 der Bauteile landeten, als die Fassade 2014 saniert wurde. Als Verweis auf das sich stets verändernde Stadtbild und die Architektur der Nachkriegszeit könnte die Kachel in einer zukünftigen Ausstellung einen Auftritt haben.

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