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Brieföffner aus Zedernholz »1914 - 1915 Giessen«

Michel Drouart

Stellvertretend für Michel Drouart, der in Frankreich lebt und sein Objekt nicht persönlich vorstellen kann, übernimmt Stadtarchivar Dr. Ludwig Brake die Präsentation des Brieföffners mit besonderer Herkunftsgeschichte. Das selbst gefertigte säbelförmige Werkzeug aus Zedernholz stammt von seinem Großvater, dem Graphiker und Maler Raphael Drouart (1884-1972). Zur Zeit des 1. Weltkriegs war er im Gießener Kriegsgefangenenlager interniert, das zu Hochzeiten bis zu 26.000 Menschen fasste. Dort hat er den Brieföffner vermutlich aus den Holzresten einer Zigarrenkiste gefertigt. Der Künstler Raphael Drouart hat der Erfahrung des unfreiwilligen Aufenthalts in Gießen, die er mit tausenden Kriegsgefangenen teilte, eine bleibende Erinnerung gesetzt: Zusammen mit dem französischen Architekten Albert Depandt ist er Schöpfer des Denkmals für die verstorbenen Kriegsgefangenen des 1. Weltkriegs auf dem Neuen Friedhof in Gießen.

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