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Gießener Objekte, verborgene Geschichten


„Gießener Objekte, verborgene Geschichten“ fragt gezielt nach Erinnerungen zu Exponaten, die sich aktuell in der Ausstellung des Oberhessischen Museums befinden, zu denen bislang aber wenig an weiterführenden Informationen vorliegt.

Außerdem forschen wir nach Hinweisen, Hintergründen und Erzählungen zu einzelnen Gegenständen, die im Rahmen des Projekts „Mein Museumsgegenstand“ als museumswürdige Dinge vorgeschlagen wurden.

Insgesamt stehen hier bewusst Objekte im Zentrum, die aus dem Alltagsleben vergangener Zeiten in Gießen stammen. Möglicherweise gibt es zu diesen ausgewählten  Gegenständen noch einige individuelle Erinnerungen, die stumme Dinge in spannende Erzählgegenstände verwandeln können?

1. Trisu Kaffedose

Beginnen möchten wir mit einer Kaffeedose der Firma Trisu. Sie ist ein zeittypisch gestaltetes Objekt, zu dem jedoch kaum etwas bekannt ist. Doch wahrscheinlich gibt es noch etwas herauszufinden über die Firma, die Tribus und Sundheim hieß und mit dem Slogan warb: „Einmal erprobt, immer gelobt“.

Hinter Tribus verbirgt sich ein ehemaliger Gießener Lebensmittelgroßhandel. Doch wer weiß mehr darüber? Wir freuen uns über Erinnerungen, Hinweise oder Fotografien, die mit diesem Kaffebehältnis zusammenhängen.

2. Erinnerungen zum Café "Bück Dich"

Und um ein weiteres Objekt aus privatem Besitz handelt es sich bei der reliefartigen Darstellung eines historischen Gießener Hauses. Wir würden gerne noch mehr zu dem Ort in Erfahrung bringen, von dem das großformatige Objekt stammt, das Anne Huber im Frühjahr dieses Jahres als museumswürdigen Gegenstand vorgeschlagen hat. Was zu diesem plastischen Bild bereits bekannt ist: Es zeigt das Gebäude, in dem sich bis zu seiner Zerstörung im Dezember 1944 das im Seltersweg gelegene „Café Huber“ befunden hat. Dieses wurde bereits Anfang des Jahrhunderts von Konditormeister Leopold Huber, der von Österreich nach Gießen umsiedelte, gegründet. Leopold Huber war der Großvater der Objektpatin. Das im Krieg verstörte Haus wurde an derselben Stelle wieder aufgebaut und auch das Café erneut eröffnet. Heute befindet sich dort die Hausnummer 10 des Selterswegs. Die Konditorei Huber bestand an diesem Ort bis in das Jahr 1965 und wurde im Volksmund liebevoll „Café-Bück-dich“ genannt. Aufgrund der Niveauanhebung des Seltersweges war der Türsturz so niedrig, dass sich große Menschen beim Eintreten bücken mussten. Das von Frau Huber mitgebrachte Relief, gefertigt wahrscheinlich aus bemaltem Pappmaché, hing an einer Wand des wiedereröffneten Cafés. Es wurde seinerzeit zusammen mit einem weiteren Relief von Hans Kowalik, einem Gießener Künstler, eigens für die Konditorei Huber angefertigt.

Über Ihre Erinnerungen zu diesen Stücken der vergangenen Gießener Alltagsgeschichte freuen wir uns - schicken Sie sie bitte an stadtlabor@giessen.de oder melden sich unter 0641 306 2028

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